Dörfer – Wälder und Schlösser

Abfahrtsort: Tavernelle (Piscine intercomunali)
Zeitaufwand: 03:45 h
Höhenunterschied: 1000 m
Länge: 51.90 km
Schwierigkeitsgrad: schwierig

borghi-2Hierbei handelt es sich um eine lange und stimmungsvolle Strecke, die an Wallfahrtskirchen und Schlössern entlang durch Wälder und mittelalterliche Dörfer in der südlichen Hügelkette des Trasimenischen Sees verläuft, und zwar in den Gemeinden von Panicale, Paciano und Città della Pieve. Der Ausgangspunkt befindet sich in der Nähe von Tavernelle, wo wir uns in Richtung Perugia halten, um bergauf zur Wallfahrtskirche von Mongiovino und zum gleichnamigen mittelalterlichen befestigten Dorf zu gelangen, das sich in 490 m ü.d.M. auf einem Hügel erhebt. Mongiovino bedeutet „dem Jupiter gewidmeter Berg” und geht auf die einst in dieser Gegend praktizierte Verehrung dieser Gottheit zurück (wie die Entdeckung eines alten Tempels bestätigt).

Das Kastell besteht aus mächtigen mittelalterlichen Mauern und wird von einem hohen Turm mit Welfenzinnen beherrscht. Im Innern befindet sich eine mit Fresken geschmückte kleine Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Weiter geht es über den Kamm in Panoramalage, der zu einem verlassenen Bauernhaus in der Nähe der Torraccia oder Cimarella führt, einer mit Kiefern und Zypressen bewachsenen Anhöhe, die mit ihrer charakteristischen Kegelform schon von weitem zu erkennen ist. Rechts, im Schatten des Waldes, geht es bergab zum Pass Buca del Calcinaro, wo wir an eine in sechs Richtungen abzweigende Kreuzung gelangen.

Hier schlagen wir die Vicinale di Scornabecco ein, die eine vollständig von Wald bewachsene Hügelflanke durchquert und uns in die Ortschaft Muserale und bis zur darauffolgenden Kreuzung vor der Kirche von Colle San Paolo führt. Linker Hand geht es bergauf in Richtung Villa Montesolare und Porta Materna, wobei wir stets auf der Hauptstraße bleiben, bis wir den Hügel passiert haben und in die Nähe des Kastells von Montali gelangen. Wir halten uns rechts, entlang an einem Kamm mit Atem beraubendem Ausblick auf den Trasimenischen See, und fahren anschließend bergab ins Tal des Stromes Tresa, bis wir zur Straße gelangen, die Casalini mit Panicale verbindet. Auf einer angenehm befahrbaren Asphaltstraße geht es über Le Mura und Colgiordano weiter bis nach Paciano. Es lohnt sich, einen Augenblick in diesem hübschen Ort zu verweilen, um sich an seiner Stille und Schönheit zu erfreuen. Anschließend geht es weiter bergab bis zur Weggabelung nach Varacca-Pietreto, um sofort danach einen kurzen, aber sehr anspruchsvollen Aufstieg zu meistern, der uns zu den alten Häusern von Pietreto geleitet.

borghi-3Weiter geht es in Richtung Moiano auf einem auf halber Höhe verlaufenden Feldweg, der durch ausgesprochen malerische Olivenhaine führt. In Moiano und damit im Gebiet von Città della Pieve angekommen, biegen wir ab in Richtung Piegaro. Die Fahrt führt zunächst über einen Straßenabschnitt, anschließend heißt es, nach links abbiegen und auf einem schönen Schotterweg bergauf kurbeln. Dieser Weg führt an einem mit Zerreichen, Flaumeichen und Heidekraut bewachsenen Niederwald entlang, bis wir schließlich in die Ortschaft Casa Pausillo/Po’ del Vento und zu den Wiesen des Pausillo gelangen.

Nach Durchquerung des Pinienhaines geht es auf einem von alten Kiefern flankierten charakteristischen unbefestigten Weg und in stetem Auf und Ab in Richtung Monte Petrarvella, der schon aus der Ferne an den hohen österreichischen Schwarzföhren zu erkennen ist, die den abgerundeten Gipfel bedecken. Die Abfahrt nach Panicale – ein weiterer Ort von überwältigender Schönheit, der ganz sicher einen Besuch wert ist – erweist sich als sehr stimmungsvoll und hält ein wunderschönes Panorama für uns bereit. Über die Straße von Missiano gelangen wir schließlich innerhalb von kurzer Zeit zum Ausgangspunkt in Tavernelle.